Kennen Sie das? Die Adresse, zu der man Sie gelotst hat, ist nur schwer aufzufinden. Woran liegt das und was kann man dagegen tun?

Chris Sheldrick kannte dieses Problem auch. Und das offensichtlich etwas zu gut…
Der junge Mann war im Eventmanagement tätig und hatte oft teure Verluste, weil beim Versand des Equipments Dinge abhanden oder zu spät bei der Lieferadresse. Irgendwann hat er sich mit einem Mathematiker zusammengetan, um genau dafür eine Lösung zu finden. Gemeinsam haben sie es geschafft und etwas entwickelt: What3Words.

Der Name des britischen Start-Up Unternehmens ist durchaus wörtlich zu verstehen. Denn es geht tatsächlich um exakt drei Worte. Drei Worte, um die Welt zu beschreiben – genau genommen einen spezifischen Ort, der aus einer 3×3 Quadratmeter großen Fläche besteht. Für die gesamte Welt sind 57 Billionen dieser Quadrate nötig.

 

Doch wieso das Ganze?

Mit drei Worten einen Standort zu definieren, das klingt erstmal ein wenig abstrakt. Allerdings erschließt sich der Sinn bei genauerer Betrachtung recht schnell.
Fragen Sie sich doch einmal selbst, wie viele GPS-Koordinaten Sie tatsächlich auswendig kennen oder auf Anhieb zuordnen können. Für die meisten unter uns sind diese in Grade, Minuten oder Dezimaleinheiten aufgeteilten Punkte eher kryptische Zeichen.
Wenn Sie dann Ihren Wortschatz gegenüberstellen, wird dieser sehr viel größer sein. Inklusive einiger Sprichworte oder auch Slogans – denken Sie beispielsweise bei „Vorsprung durch Technik“ nicht auch automatisch an Audi? Die bekannte Automarke hat die innovative Adresse bereits während einer Marketingkampagne für einen Ort in Brasilien genutzt.

Finanziert werden soll das Projekt durch den kostenpflichtigen Verkauf der Technik an kommerzielle Dienste. Diese können dann darauf zugreifen und sie via Website oder App weiter anbieten.
Bereits investiert haben die Deutsche Bahn und Mercedes Benz. Die Deutsche Bahn investierte im April, um u.a. die Logistik zu präzisieren und Zeit und Geld zu sparen. Mercedes möchte im nächsten halben Jahr ein Automodell mit dem neuen Navigationssystem ausstatten, wie auf der IAA in Frankfurt bekannt gegeben wurde.

Aktuell ist das System aber noch primär ein Zukunftsgedanke. Zumindest für Deutschland. In der Mongolei wird das System bereits seit dem ersten August diesen Jahres von der Post genutzt und erprobt. Dort gibt es noch immer viele namenlose Straßen, sodass es teils schwierig bis unmöglich werden konnte, die Menschen zu erreichen. What3Words hofft, den Menschen in gerade solchen Ländern schon bald ihren Alltag erleichtern zu können.

Alles in Allem kann man also die 3-Wort-Navigation als eine innovative und vereinfachte Form der Koordinationstechnik im Hinterkopf behalten. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt und Sie uns bald mit der Wortkombination Linse.Oase.Daten. finden können!

 

Und wie heißt Ihre Adresse?

Finden Sie es heraus:
https://map.what3words.com/linse.oase.daten

Allgemein , Tends
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